31.10.2002 bis 02.11.2002
31.10.02
Ein recht klein geschrumpfter NEUER CHOR DRESDEN, ca. 40 an der Zahl, füllten am Reformationstag 2002 nicht ganz den Bus der Firma Taeter Tours, vom Fahrer Udo empfangen. Sachsen verabschiedete uns mit verhaltener Sonne.
Das änderte sich westwärts deutlich, und die Sicht wurde zeitweise miserabel. Keineswegs trübte dies die Laune der Insassen, zumal in niedlichen Ampullen geistige Getränke gereicht wurden.
Der kurze PP-Halt an der Raststätte Eichelberg bei Erfurt zeigte schon eine trübe Land-schaft. Der Mittagsaufenthalt in Bad Hersfeld war nun auch von außen feucht.
Im Bogen um Köln endete die erste Tagestour in Mönchengladbach, wo das Best We-stern Crown Hotel unsere rheinische Schlummerstätte werden sollte. B e s t Western ? Na gut, sagen wir: nicht ganz Schlecht Western.
Individuell gestaltet war der abendliche Stadtgang am ersten Tag.
01.11.02
Allerheiligen versprach uns ruhigen Verkehr, den wir dann auch in Düsseldorf genießen konnten. Kreuz- und Querfahrten mit unserem Bus und ein Innenstadtgang gaben uns Sehens- und Wissenswertes der nordrhein-westfälischen Regierungsstadt, natürlich durch unseren sehr informativen Stadtführer.
Bis zur Abfahrt ins Hotel blieb noch genügend Zeit für das Mittagessen, z. B. im Brauhaus “Et Füchs´ ke” mit dem typischen Altbier.
Die musikalische Ausschmückung einer Abendandacht im Kölner Dom war der Mittelpunkt unserer Rheinfahrt. Und so war der Nachmittag der notwendigen Probe zugeordnet, wobei uns der Domkapellmeister auf dem Weg zum Probenraum des Seitendaches im Schnelldurchlauf Markantes des Dominneren zeigte.
Zur Abendandacht postierte sich der NCD auf der Orgelempore und erfreute mit guter Sangesqualität die in mäßiger Anzahl Erschienenen. Der Kampf gegen den architektonisch bedingten Hall gewann unser Chor weitgehend.
Freizeit gab es nach dem Konzert, um nach der Kühle des Domes in diversen Gaststätten Essen, Trinken und Wärme zu tanken.
Die späte Heimfahrt bedeutete für den nachtaktiven Teil unserer Truppe noch lange nicht das Ende dieses eindrucksvollen Tages, denn nun öffnete im Hotel das schnell improvisierte “CAFE 218”. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, dem wird es auch nicht er-klärt. Auf jeden Fall wurde laut, lustig und wohl innerlich recht feucht die Nacht verkürzt. Es blieb jedoch unter dem Pegel eines mittleren Erdbebens.
Erwähnen muß man auch die Überraschung für Claudia und Jutta: Als sie nach dem Düsseldorf-Trip ihren Schlüssel in der Rezeption erbaten, war der schon vergeben.
Die gewaltsame Öffnung der Tür zeigte einen Mann im Bett. Ein erotischer Bonbon für die beiden Damen, von der Hotelleitung gespendet? Mitnichten, ein Penner ruhte dort ab, nachdem er sich schon Geld und Kreditkarte angeeignet hatte. Die Polizei wurde gerufen. Die beiden Damen erhielten ein anderes Zimmer. Die Hotelangestellten lernten nichts daraus. Auch weiterhin konnte jeder ohne Legitimation einen Schlüssel seiner Wahl bekommen.
02.11.02
Köln ganz ohne Verpflichtung stand auf dem Programm. Fahrer Udo brachte uns pünktlich und sicher in die Innenstadt, wo wir die Stadtführerin Ulrike Schultens an Bord nahmen.
Diese vermittelte uns Kenntnisse und eine gewisse Ehrfurcht vor der uralten, ehemals römischen Colonia (Siedlung). Die Innenstadt links und rechts des Rheins durchfuhren wir per Bus und machten auch einen kleinen Rundgang, der mittags endete und alle in ihre persönlichen kleinen Vorhaben entließ.
Zur alten Kaiserstadt Aachen fuhren wir am Nachmittag. Individuell nahm jeder seinen Weg bis zur hereinbrechenden Dunkelheit. Rathaus mit dem Krönungssaal und Dom boten sich an. Zwischen beiden Bauwerken war ein kleiner Markt aufgebaut.
In Traube standen unsere Chormitglieder, um die berühmten Aachener Printen einzukaufen, die die Kioske und Geschäfte in unterschiedlichen Geschmacksvarianten anbieten.
In Gemeinschaft ließen wir im Mönchengladbacher India Palace die Rheinlandfahrt ausklingen. Ein ausreichendes Sortiment exotischer Speisen und viel Spaß labten Leib und Seele. Einen Nachhall gab es für einige noch im “CAFE 218”.
Die Heimfahrt am Sonntag blieb ohne aufregende Besonderheiten. Ein Stop in Marburg zeigte uns wegen des Regens nicht die volle Schönheit dieser sehenswerten Stadt an der Lahn.
Udo brachte uns wohlbehalten nach Dresden. Jörg war auf allen Fahrtetappen ein aufmerksamer, fleißiger Chefsteward an Bord. Keiner mußte hungern oder dursten.
Text: Klaus
